Collection

Joannes Baers
Joannes Baers

Joannes Baers

tätig vor 1618 bis nach 1641

Früchtestillleben, 1628
Öl auf Holz / 35,5 x 50 cm
Bezeichnet u. l.: Bae.s. 1628
Inv.-Nr. D1384 / Sammlung Dr. Clemens Sels

Mit dem Früchtestillleben von Joannes Baers besitzt das Museum eine echte Rarität. Denn es gibt nur wenige gesicherte Werke dieses holländischen Kleinmeisters, der um 1619 Mitglied der Antwerpener Lukasgilde wird. Baers belebt seine kleinformatigen, detailliert ausgeführten Kompositionen aus Früchten und Blumen durch eine Vielzahl von Insekten, Käfern oder Spinnentieren. Diese Tiere sind aber nicht nur deutliche Indizien eines natürlichen Verfalls, dessen erkennbarer Prozess im Sinne des „Memento mori“ („Gedenke des Todes“) auf die Vergänglichkeit aller irdischen Schönheit verweist. Neben dem Beleg eines genauen Naturstudiums sind sie zugleich bekannte Symbole der tradierten christlichen Bildsprache. Während das Motiv von Raupe und Schmetterling für Erlösungshoffnung und Auferstehung steht, gelten Fliege und Libelle als Geschöpfe des Teufels und der Versuchung. Die Heuschrecke ist nicht nur Sinnbild der Gefräßigkeit, sondern steht auch für eine der zehn gottgesandten ägyptischen Plagen und symbolisiert so den Sieg des Christentums über die Heiden.

Joannes Baers
Joannes Baers

Joannes Baers

tätig vor 1618 bis nach 1641

Still Life with Fruit, 1628
Oil on wood / 35.5 x 50 cm
Signed on lower left: Bae.s. 1628
Inv. no. D1384 / Dr. Clemens Sels Collection

The fruit still life by Joannes Baers is a true rarity for the museum. Only few works have been definitively ascribed to this Dutch master who became a member of St. Luke's Guild in Antwerp around 1619. Baers enlivened his small-format, detailed compositions of fruit and flowers with a number of flying insects, beetles and spiders. These animals are not only signs of natural decay, a process that points in the sense of a ‘memento mori’ (‘remember you will die’) to the transience of all earthly beauty. As well as testifying to highly detailed nature studies on the part of the artist, they are also well-known symbols of traditional Christian iconography. The motif of caterpillar and butterfly stands for the hope of redemption and the resurrection while the fly and dragonfly were considered creatures of the devil and temptation. The grasshopper is not only an allegory of gluttony, but recalls one of the ten Plagues of Egypt sent by God, thus symbolizing the victory of Christianity over heathenism.