Collection

Johann Wilhelm Schirmer

1807–1863

Blick auf Vaison-la-Romaine, 1851
Aquarell über Bleistift auf Velin / 41,7 x 58,1 cm
Bezeichnet u. l.: Vaison / Inv.-Nr. 1956Gr082,73
Erworben 1956

Mit über 120 Blättern besitzt das Clemens Sels Museum Neuss nach der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und dem Museum Zitadelle Jülich die drittgrößte Sammlung an Papierarbeiten Johann Wilhelm Schirmers. Im Gegensatz zu diesen stammen die Neusser Blätter aus einer Quelle, nämlich von Lisel Schirmer, der einzigen Enkelin des Künstlers. Die Mappe umfasst vor allem bedeutende Einzel- und Skizzenbuchblätter, die auf seinen Studienreisen entstanden. Dass die Werke bis zu seinem Tod in Schirmers Besitz bleiben, spiegelt die besondere Wertschätzung des Künstlers selbst wider. Von 1839 bis 1840 unternimmt er die für Landschaftsmaler obligatorische Reise nach Italien, um die Weite der Campagnazu studieren. 1851 reist Schirmer nach Südfrankreich. Dort begeistert er sich besonders für das Städtchen Vaison-la-Romaine und dessen mächtiges Felsplateau. Entgegen der minutiösen Darstellung von Details in den Gemälden Schirmers lassen die Aquarelle in ihrer formalen Reduktion die bemerkenswerte Frische und Unmittelbarkeit seiner Freilichtstudien erkennen, die diese ungemein modern und eigenständig erscheinen lassen. Dass diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, sondern einzig als Motivvorrat dienen, befreit sie von den Beschränkungen und Konventionen, denen Schirmers ideale Kompositionen in Öl unterworfen sind.

Italienische Landschaft mit Blick auf den Monte Circeo am Cap nördlich von Terracina, um 1840
Öl auf Leinwand, doubliert / 30,4 x 44,3 cm
Bezeichnet u. r.: J. W. Schirmer
Inv.-Nr. 1963Ma061 / Erworben 1963
Gebirgige Landschaft mit den Sabiner Bergen, 1839/1840
aus: Skizzenbuch Italien, S. 38–39
Bleistift und Aquarell auf Aquarellpapier / je 25,7 x 35,6 cm
Inv.-Nr. 1956Gr082,49_38/39 / Erworben 1956