RÖMER ZUM ANFASSEN.
MYTHOS UND FAKTEN

18.3.–10.6.2018

Ob im Fernsehen, im Kino oder bei Stadtfesten: Bilder von Römern begegnen uns überall. Aber war die Welt der Antike wirklich so, wie sie heute oft dargestellt wird? Dieser spannenden Frage ging die Ausstellung nach. Viele Rekonstruktionen zum Anfassen und Ausprobieren machten die Welt der alten Römer erlebbar.
Vom Kupferstich, über Hollywood-Filme bis hin zur Virtual Reality: Unser Bild von den Römern ist einem beständigem Wandel unterworfen. Dies verrät ein Blick auf die Römerdarstellungen der letzten 400 Jahre, die immer auch den Geist ihrer Zeit widerspiegeln. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlichste Lebensbereiche der römischen Vergangenheit rekonstruiert werden können. Zwar lässt sich die Vergangenheit nicht zweifelsfrei wiederherstellen, doch können uns gute Rekonstruktionen eine genaue Vorstellung von ihr geben.

 

Die Welt der Römer war bunt, sehr bunt! Die zeigen nicht zuletzt die comic-artigen Reliefs auf der Trajanssäule in Rom, deren Farbfassung vor kurzem rekonstruiert wurde. Die Siegessäule, die im Jahr 113 n. Chr. in Erinnerung an die Eroberung Dakiens durch Kaiser Trajan eingeweiht wurde, enthält eine Fülle an Informationen und verrät uns, wie Waffen, Rüstungen und sogar Bauwerke des römischen Militärs einmal ausgesehen haben.
Oft gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, Dinge zu rekonstruieren. Wie sahen die Rüstungen der römischen Soldaten im Detail aus? Wie schwer war ihre Ausrüstung? Waren ihre Tuniken rot oder grün?
 

Nicht nur konventionelle Handwerkstechniken, sondern auch moderne 3D-Druckverfahren halfen bei der Rekonstruktion  römischer Lebenswelten und machten Fundgegenstände begreifbar.

 

 

 

Blick in die Ausstellung: Nachbau eines Einbaums aus Pappelholz. Nachbau Jost Auler

HIMMEL HILF!
DIE SAMMLUNG CES HERNANDEZ

25.2.–2.9.2018



Heiligenbilder, Darstellungen Jesu und auch der Gottesmutter, vielfach in Begleitung eines erbaulichen Textes, dienten zur privaten Andacht und sind somit Zeichen individueller Frömmigkeit.

 

Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte wie auch die Vielfalt des gedruckten Andachtsbilds. Bemerkenswert ist, wie fein und detailreich die kleinformatigen Blätter gestaltet sind. Mitgebracht wurden die schönen Stücke beispielsweise von Wallfahrten, oft findet man sie gut erhalten in Gebetsbücher eingelegt.

 

Für die Ausstellung konnte aus einem großen Fundus geschöpft werden: 2016 kam die rund 5.000 Objekte umfassende Sammlung Hernandez als Schenkung an das Clemens Sels Museum Neuss. Heute sind sie Teil der Spezialsammlung Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgrafik. Mit der Ausstellung soll auf die großzügige Stiftung aufmerksam gemacht werden.

 

 

 

Andachtsbild: Goldgeprägtes Stanzspitzenbild mit aufgelegter, geprägter Chromolithografie: Halbfigurenbild des Heiligen Joseph „Saint Joseph“ mit dem Christusknaben und einem Lilienzweig, Frankreich um 1880