Rita Rohlfing
The Virtual in the Concrete

 

13.9.2015–10.1.2016

 

The exhibition by Cologne-based artist Rita Rohlfing (born in 1964) is taking place in the context of the museum’s Color Painting collection. Rohlfing has developed a concept involving installations, projection, object display cases and photographs especially for the spaces in the museum. With this the artist confronts the architectural stringency and heaviness and the closed nature of the building.

 

In the Garden Room, for example, she has realized an installation that turns a segment of a window into a glowing color space, visually removing the divide between the architectural interior space and the natural exterior. The exhibition is accompanied by a comprehensive catalogue and an extensive event program.

 

 

Supported by

Jesus Christus, Druck und Verlag von A. Felgner in Berlin, Kolorierte Lithographie mit Tinseln, 33,8 x 25,7 cm

re:set
abstract painting in an digital world

 

17. Mai bis 2. August 2015

 

Die Ausstellung „re:set“ umfasste zwölf Positionen ungegenständlicher Malerei aus Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden. Die zahlreichen Werke zeigten, wie vielfältig die aktuellen Künstler auf die Herausforderungen von Digitalisierung und Virtualisierung reagieren. Das Digitale dringt weltweit immer weiter in den Alltag ein und überflutet uns mit Massen von computergenerierten Bildern. Nie zuvor waren Bilder wichtiger. Und nie zuvor waren sie leichter herzustellen, zu bearbeiten und zu manipulieren. Was kann Malerei heute leisten und bedeuten? Kann sie die an sie gestellten Erwartungen noch erfüllen oder ist ein Neustart nötig?

 

Die von den Künstlern Claudia Desgranges und Friedhelm Falke konzipierte Wanderausstellung fand nach Stationen im Amsterdamer Kunstverein, im Kunstmuseum Celle, in der Kunsthalle Recklinghausen und im Kunstmuseum Heidenheim ihren Abschluss im Clemens Sels Museum Neuss. Anhand einer veränderten Werkauswahl warft die Ausstellung einen neuen Blick auf dieses zukunftsweisende Thema und stellt die Möglichkeiten und Perspektiven von abstrakter Malerei in einer digitalen Welt zur Diskussion. Nach umfangreicher Sanierung und mehrmonatiger Schließung feierte das Clemens Sels Museum Neuss mit dieser Ausstellung seinen sprichwörtlichen „Neustart“.
Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

 

 

Friedhelm Falke, Fakt, 2012, Acryl und Lack auf Nessel

urKULTur
Prähistorische Religionen am Niederrhein

 
23. August bis 8. November 2015

 

Bestattungen, sakrale Plätze, rituelle Objekte und Darstellungen von Göttern oder übernatürlichen Wesen sind die letzten Zeugnisse, die Auskunft über die religiösen Gedankenwelten der urgeschichtlichen Menschen geben können. Oft aber bleibt die Bedeutung der Gegenstände und Rituale, die sich in den Ausgrabungsbefunden spiegeln, rätselhaft und mehrdeutig. Gleichwohl zeigen sie, dass die damaligen Bewohner des Niederrheins bereits komplexe religiöse Vorstellungen besessen haben müssen. Rituelle Deponierungen jungsteinzeitlicher Jadeitbeile, bronzezeitliche Opfergaben in Gewässern, römische Amulette und Götterbilder zeichnen ein buntes Bild religiösen Lebens, das uns vielfach fremd und doch wieder bekannt erscheint, häufig aber nur durch ethnografische Vergleiche verständlich wird.
Die Ausstellung und Entdeckungsreise in die Geistesgeschichte der Frühzeit entstand in Zusammenarbeit mit den Instituten für Ur- und Frühgeschichte sowie für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität zu Köln.
 
 

Tönerner Kopf einer römisch-germanischen Muttergottheit aus Neuss, Clemens Sels Museum Neuss