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Rheinischer Expressionismus

Wichtige Werke des Rheinischen Expressionismus bilden einen weiteren Sammlungsschwerpunkt des Clemens Sels Museums Neuss. Das Rheinland bildet nach Dresden, Berlin und München ein weiteres Zentrum des Expressionismus in Deutschland.

Wichtige Werke des Rheinischen Expressionismus bilden einen weiteren Sammlungsschwerpunkt des Clemens Sels Museums Neuss. Das Rheinland bildet nach Dresden, Berlin und München ein weiteres Zentrum des Expressionismus in Deutschland. Nachdem sich die Künstler der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“ 1905 und 1911 zusammengeschlossen haben, formieren sich die Rheinischen Expressionisten 1913 in Bonn. Auf Mackes Initiative hin werden 16 progressive Künstler und Künstlerinnen in der „Ausstellung Rheinischer Expressionisten“ in der Bonner Buch- und Kunsthandlung Friedrich Cohen erstmals repräsentativ zusammengeführt. Damit soll das Rheinland als weiterer wichtiger Standort der jungen expressionistischen Kunst etabliert werden. Obwohl die Maler weder ein einheitlicher Stil noch ein gemeinsames Programm eint, gehen die Namensgebung und das Auftreten als Gruppe auf die Künstler selbst zurück. Es sind rund 60 Arbeiten von August Macke, Heinrich Campendonk, Max Ernst, Helmuth Macke, Heinrich Nauen oder auch Paul Adolf Seehaus zu sehen, die zu den maßgeblichen Protagonisten des Rheinischen Expressionismus zählen und in der Sammlung des Clemens Sels Museums Neuss mit charakteristischen Werken vertreten sind. Auf ihrer Suche nach neuen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten sind die Künstler im Rheinland jedoch durch eine expressive Bildsprache und eine für Deutschland auffällige Nähe zur französischen Kunst verbunden, die vor allem zu fauvistischen Tendenzen im Schaffen einiger Künstler führt. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bringt das vitale Kunstgeschehen im Rheinland schließlich zum Erliegen.