VORSCHAU

 

ERZÄHLEN IN BILDERN

Edward von Steinle und Leopold Bode

7.4.–30.6.2019

Zu den reizvollsten, heute kaum mehr bekannten Facetten der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts gehören mehrteilige Bilderfolgen, deren Motive aus Sage, Märchen und Dichtung entnommen sind. Die Frühjahrsausstellung im Clemens Sels Museum Neuss widmet sich dem Werk zweier Künstler, die sich auf diesem Gebiet besonders hervorgetan haben: Edward von Steinle (1810–1886) und sein Schüler Leopold Bode (1831–1906).

 

Die Ausstellung geht aus einer Kooperation mit der Sammlung Schack der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hervor, in deren Beständen sich Hauptwerke beider Künstler befinden. Zahlreiche Leihgaben bereichern die sehenswerte Ausstellung, die in faszinierenden Bildern Geschichten zeigt, die wir uns noch heute erzählen.

 

Sammlung Schack

 

Die Form wahren

Skulpturen von Josef Neuhaus

24.2.–16.6.2019

Der Bildhauer Josef Neuhaus (1923 Essen – 1999 Neuss) zählt zu den Vertretern der geometrisch konkreten Kunst. Neben Großplastiken für den öffentlichen Raum, wie beispielsweise der „Würfel“ im angrenzenden Stadtgarten vor dem Clemens Sels Museum Neuss, schuf Neuhaus auch kleinere Reliefs und Skulpturen aus Holz. Diese präzise gearbeiteten, dreidimensionalen Objekte gestaltete Neuhaus aus den bildnerischen Elementen Raum, Fläche, Volumen und Leere. Dabei ist die Ausgangsform immer das Quadrat. Als Farbgebung nutzte er ausschließlich Weiß, da das Licht nur auf einer weißen Fläche die gewünschten scharfen Akzente setzen könne. So bestimmen starke Kontraste zwischen heller und dunkler Fläche sein Werk, wobei besonders das Wechselspiel des Lichts auf den geometrischen Körpern sein größtes Ziel war. Denn allein durch die Veränderung des individuellen Standorts vor dem Werk oder durch einen anderen Lichteinfall variiert das Erscheinungsbild des Objektes und es ergeben sich neue Raumerfahrungen. In seinen Skulpturen kreierte er somit kleine in sich stimmige Welten voller Proportionen und Rhythmen, die den Betrachter mit seiner Wahrnehmung von Wirklichkeit spielen lassen.

 

Immer auf der Suche nach der objektiven, absolut idealen und reinen Form schuf Neuhaus Werke, die in ihrer Anmutung zeitlos wie ägyptische Pyramiden sind. Mit der Ausstellung „Die Form wahren. Skulpturen von Josef Neuhaus“ soll nun im Jahr 2019 – 20 Jahre nach dem Tod des Künstlers – gezeigt werden, wie erstaunlich modern und zukunftsweisend seine Objekte waren. Dazu präsentiert das Feld-Haus in seiner einzigartigen und ebenso geometrisch reduzierten Kirkeby-Architektur eine Auswahl aus der städtischen „Sammlung Kunst aus Neuss“.

 

 

Feld-Haus - Museum für Populäre Druckgrafik
Berger Weg 5, Neuss (auf dem KirkebyFeld zwischen Museum Insel Hombroich und Raketenstation Hombroich)