–  Clemens Sels Museum Neuss

Niederrheinische ALTernativen

Als das Altbier noch jung war

Das Jahr 2013 stand am Niederrhein im Zeichen des Altbiers! Das obergärig gebraute Hopfenbier trägt diesen Namen, weil es nach „alter Tradition“ gebraut wird, denn seine Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück.

Ursprünglich wurde am Niederrhein ein Kräuterbier, das Grutbier, getrunken. Im Laufe des 15. Jahrhunderts setzte sich aber das Hopfenbier, der Urvater des heutigen Altbiers, durch. Bis weit in die Neuzeit hinein galt Bier nicht nur als Getränk und Genussmittel, sondern auch als Grundnahrungsmittel, das sogar zum Frühstück konsumiert wurde. Seine Wertschätzung spiegelt sich in zahlreichen aufwändig gestalteten Bierkrügen. Seit dem 18. Jahrhundert trat der Branntwein zunehmend in Konkurrenz zum Bier, dessen Konsum rapide abnahm.

Während im 19. Jahrhundert in fast ganz Deutschland das obergärig gebraute Bier von den untergärigen Pils-und Exportbieren verdrängt wurde, hielt sich das nach „alter Tradition“ gebraute Getränk am Niederrhein sowie in den Niederlanden und Belgien. Mit dem Aufkommen großer Brauereien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte das Altbier am Niederrhein eine Renaissance. Vor allem in der Umgebung von Neuss und Düsseldorf entstanden zahlreiche Brauereien, die zum Teil noch heute existieren.

Die Ausstellung war Teil des Projekts „Niederrheinische ALTernativen". Unter diesem Titel boten rund 30 deutsche und niederländische Museen und Kultureinrichtungen, die im Museumsnetzwerk Niederrhein zusammengeschlossen sind, 2013 und 2014 ein buntes Programm an Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema Altbier. In Neuss zeigten neben dem Clemens-Sels-Museum Neuss und dem Feld-Haus – Museum für populäre Druckgrafik auch das Rheinische Schützenmuseum sowie das Stadtarchiv vielfältige Ausstellungen zum Thema.

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