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Otto Pankok

Nach Max Ernst wurde nun der Künstler Otto Pankok mit seinen druckgrafischen Arbeiten in einem eigenen Raum vorgestellt. Im Zentrum der Präsentation standen die Bildnisse und Selbstporträts des Künstlers. Insbesondere Pankoks Darstellungen von Dichtern und seine Verbindungen zur Literatur boten neue Einblicke in das Schaffen des bedeutenden deutschen Malers und Druckgrafikers. Neben internationalen Größen der Literatur wie Dostojewski porträtierte Pankok auch den Neusser Schriftsteller und Herausgeber der Publikation „Der weiße Reiter“, Karl Gabriel Pfeill. Ein besonderes Highlight bildete das äußert seltene Blatt „Tolstoj – Imaginäres Bildnis des russischen Dichters “, das nur in einer Auflage von sieben Exemplaren bekannt ist. Nicht nur seine Dichterbildnisse, sondern auch die Illustrationen zu seinem Lieblingsbuch „Die Räuber vom Liang Schan Moor“ zeigten Pankoks vielseitige Auseinandersetzung mit der Literatur. Neben den 40 Holzschnitten verfasste er auch den begleitenden Text nach dem chinesischen Roman in der Übertragung von Franz Kuhn. Darüber hinaus konnten Zitate des Künstlers an einer Hörstation abgerufen werden, die das Ringen Pankoks um seine Kunst erkennen ließen, die die Nationalsozialisten als „entartet“ diffamierten.

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