Neu entdeckt!

Mit ganz frischem Blick begegnen Kinder und Jugendliche beim kreativen Fotografieren der Welt. In vertrauter Umgebung werden – ganz im Sinne der Fotografien Helmut Hahns – geheimnisvolle oder gar surrealistische Landschaften aufgespürt. Schritt für Schritt unterstützt eine Anleitung sie beim Experimentieren mit Kamera oder Smartphones.

Anleitung zum kreativen Fotografieren

Was brauchst du hierfür?
Fotoapparat oder Gerät mit Kamerafunktion (Smartphone), eine Schere, Klebstoff, einen Drucker und schwarzen oder grauen Fotokarton.

Die Fotografie Rindenzeichnungen von Helmut Hahn zeigt eine Nahaufnahme einer Baumrinde.
1. Experimentieren mit Licht und Schatten

Der Fotograf Helmut Hahn hat seine Motive vor allem in seiner Umgebung gefunden. Dabei zeigt er einen ähnlichen Forscher- und Entdeckerdrang wie sein Freund und Künstlerkollege Max Ernst.

Schau, auf dieser Aufnahme siehst du Helmut Hahn `s Blick für Details. Auf einer spröden und verwitterten Hauswand sieht man auf einem Plakatrest noch das Abbild eines Campaniles, so als würde man durch ein Loch in der Wand auf die Landschaft dahinter schauen.

Warte auf einen sonnigen Tag und stelle dich dem Experiment mit Licht und Schatten. Schatten können magisch sein und selbst zum Objekt werden. Sie können dein Motiv durch ihre Wirkung so verfremden, dass daraus etwas ganz neues entsteht.

Mach dich auf die Suche nach einer Mauer oder einem Gebäude und beobachte gut, wie sich hierauf Licht und Schatten legen. Vielleicht hast du Glück und entdeckst auf der Mauer selbst spannende Details. Denk daran, die Sonne muß hinter dir sein, wenn du deine Aufnahmen machst. Um Schatten zu fotografieren brauchst du Geduld. Du kannst auch zu verschiedenen Zeiten wieder an den selben Ort zurück kehren und eine Serie aufnehmen. Dann ist es eine Art dokumentarische Schattenbeobachtung. Deine Suche nach Schatten ist besonders am frühen Morgen und Abend erfolgreich.

Vielleicht gelingt dir hier eine ganz besondere Aufnahme. Dann drucke diese aus und präsentiere sie auf schwarzem Fotokarton.

2. Experimentieren mit Oberflächen

In Helmut Hahns Fotografien nehmen Themen wie Natur und Landschaft einen großen Raum ein. Er ging auf die Suche nach besonderen Stein-, Boden-, und Baumrindenstrukturen. Durch den Ausschnitt des Fotos entsteht ein flächendeckendes All-over. Ein All-over ist wie ein Muster, welches sich in alle Richtungen endlos aus zu dehnen scheint.

Schnapp Dir deine Kamera oder dein Smartphone und gehe selbst auf die Suche nach spannenden Oberflächen in der Natur. Eine Baumrinde ist natürlich ein total interessantes Motiv. Du suchst dir einen Ausschnitt, der dir besonders interessant erscheint und gehst dann so nah wie möglich mit deiner Kamera dran. Vielleicht gibt es bei deiner Kamera sogar eine Extraeinstellung, die dir ermöglicht möglichst nah an dein Motiv heran zu zoomen. Probiere eine Baumrinde zu finden, auf der sich ein möglichst ebenmäßiges Muster abzeichnet. Entdecktst du mehr Bäume mit unterschiedlicher Rinde? Dann mache eine Serie davon! Lege eine Reihe von drei bis fünf Aufnahmen an! Im nächsten Schritt drucke zwei deiner Fotos auf Papier aus. Dann nimm ein Lineal und eine Schere und schneide deine Fotos in ganz schmale Streifen. Nun nimmst du dir ein größeres Blatt Papier als Untergrund und setze die Streifen neu zusammen. Laß hierbei ein bißchen Abstand zwischen den einzelnen Streifen. Mache ein neues Bild daraus mit einem fortlaufenden Muster. Dann klebe dein neues Bild auf ein größeres Format.

Die Fotografie Gitterstruktur von Helmut Hahn zeigt eine Nahaufnahme eines metallenen Gitters auf einem Steinboden
Die Fotografie Steinmarken für Dorothea Tanning und Max Ernst von Helmut Hahn zeigt eine Nahaufnahme einer Steinwand mit zwei kleineren, rundlichen Verzierungen
3. Experimentieren mit zwei Mustern!

Untersuche den Boden. Suche nach einer Stelle auf dem Boden, an der zwei verschiedene Muster aufeinander treffen. Das kann ein Steinfußboden sein, der aus quadratischen Platten zusammen gesetzt ist und ein Gitter aus Metall, welches darüber liegt. Du kannst auch eine Oberfläche, zum Beispiel Kopfsteinpflaster als Motiv wählen und nach einem geeigneten Schatten suchen. Das kann der Schatten eines Astes sein, der auf das Kopfsteinpflaster fällt. Lege auch hiervon eine Miniserie von 3 bis 5 Aufnahmen an. Wenn dir deine Serie gut gefällt, drucke die Fotos auf Papier!

4. Suche nach besonders geformten Marksteinen auf deinem Weg!

Das können einzelne Steine sein, die ausbrechen aus der Ordnung. Zum Beispiel Steine in denen Blumen oder Unkraut wachsen. Auf die Art und Weise schulst du dein Auge fürs Detail. Mache eine kleine Serie von Marksteinen auf deinem Weg! Du kannst diese auch ausdrucken und auf schwarzem Fotokarton präsentieren.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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