–  Clemens Sels Museum Neuss

Finde deinen Zugang!

Digital zum Original

Das Werbemotiv der Ausstellung "Finde deinen Zugang!"

Wie können digitale Strategien den Blick auf Kunstwerke und Artefakte der Kulturgeschichte erweitern? Dieser Herausforderung stellt sich das Clemens Sels Museum Neuss, indem es dem Publikum neue digitale Wege schafft. Epochen- und gattungsübergreifend werden Highlights aus der eigenen Sammlung präsentiert und durch multimediale Zugänge ergänzt. Individuell können Inhalte über das Dargestellte hinaus erfahren werden. Angeboten werden digitale wie interaktive Formate bei denen die kreativen wie spielerischen Aspekte eingebunden werden. Experimentiere mit digitaler Lichtmalerei oder zeichne mit Hilfe von Augmented Reality.

Mehr zu unserem digitalen Spiel findest du hier:

Ob inklusive Guides, Begegnungen im digitalen Raum oder Hör- und Sehabenteuer – die Sammlung wird zum Erlebnis gemacht. Finde deinen Zugang!

Station 1:
Der digitale Zwilling

Erfahre wie eine digitale Replik entsteht.

Der Bronzekopf des Lucius Cornelius Pusio im Museo Nazionale Romano in Rom gehört zu den wichtigsten archäologischen Funden, die mit dem römischen Novaesium in Verbindung stehen. Die Büste stellt das älteste bekannte Porträt eines Bewohners von Neuss und der römischen Provinz Niedergermanien dar.

Die Erstellung von Kopien archäologischer Funde war bislang ein langwieriger und konservatorisch problematischer Vorgang. Um den Kopf des Pusio aber auch dir zugänglich zu machen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Institut der Universität zu Köln ein neues innovatives Verfahren für die Präsentation von archäologischen Fundobjekte getestet und mit einem 3D‑Scanner ein virtuelles Modell der Büste erstellt.

So wird das Fundstück als virtuelle Rekonstruktion auf dem Bildschirm und als reale 3D‑Kopie zugänglich.

Station 2:
Gestalte meine Welt

Erschaffe eine neue virtuelle Umgebung für unsere Tierskulpturen!

Du hast mehrere Möglichkeiten, um mit dem sogenannten »Tagtool« kreativ zu werden: Du kannst die Umgebung der drei ausgestellten Skulpturen von Adam Zegadlo wie eine Collage bearbeiten oder selbst Gegenstände und Landschaften digital dazu malen.

So erscheinen die Werke in einem ganz neuen Licht und deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ob animierte Schmetterlinge oder idyllische Landschaften: erschaffe deine ganz eigene, neue Welt!

Station 3:
Zum Leben erweckt

Hör‘ doch mal, was dir die Personen im Bild zu erzählen haben!

Was würden Bilder erzählen, wenn sie sprechen könnten? Hier wurden in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landestheater Neuss und unter der Regie von Hausautor Olivier Garpfalo drei Gemälde »zum Leben erweckt«.

Die Protagonist*innen sind Schauspieler*innen des Rheinischen Landestheaters Neuss. Sie berichten auf Bildschirmen über die Entstehungsgeschichte der Gemälde, über den jeweiligen Künstler und über die Zeit, in der sie gemalt wurden.

Station 4:
Werde kreativ

Zeichne dein eigenes Bild!

Entdecke in diesem Raum unserer aktuellen Ausstellung die hochkarätigen Grafiken unserer Sammlung, die zum Teil noch nie gezeigt wurden, und zeichne sie mit Hilfe von Augmented Reality (AR) nach.

AR ist eine computergestützte Erweiterung der Realität. Mit Hilfe dieser Technik ist es möglich die Formkonturen von Franz Marcs „Tierlegende“ (1912) oder einer beliebigen anderen Grafik unserer Ausstellung über den Display auf ein Blankopapier zu projizieren. So kannst du unsere wunderbaren Grafiken nachzeichnen oder sie als Inspiration für eine ganz eigene Zeichnung nutzen.

Bildnis der Frau des Künstlers, Mary Stuck, um 1916, Pastellkreide, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland seit 1981Kombination des Gemäldes mit einer fotografischen Bildnisstudie des Künstlers

Station 5:
Hinter der Oberfläche

Wodurch wurde Franz von Stuck zu seinem Bild inspiriert?

Vorlage für diese Arbeit war eine Fotografie. Durch Rückstände auf dieser Fotografie – beispielsweise von Kohlepapier – lässt sich die Technik des Durchpausens belegen. So bewegt sich dieses besondere Gemälde zwischen fotografischer und malerischer Ästhetik.

Trotz kompositionellem Einfluss der fotografischen Vorlage, ist die überzeitliche Idealisierung gut zu erkennen. Marys Gesicht ist ebenmäßig und ihr Blick ausdrucksstark. Auch das – im Vergleich zur Fotografie – höher geschlossene Dekolleté ist der väterlichen Idealisierung geschuldet.

Station 6:
Tischlein deck‘ dich

Wie würde dein perfektes Stillleben aussehen?

Über Jahrhunderte hinweg waren Stillleben Studien der Komposition, an denen Künstler*innen Maltechnik wie Bildaufbau erprobten. Das bewusste Arrangieren der Gegenstände folgte dabei bestimmten Ordnungs‑ und Gestaltungsprinzipien. Durch die Auswahl der Objekte wurde der Bildinhalt zudem sinnbildlich aufgeladen. Nicht nur die Maltechnik unterlag dabei den Trends der jeweiligen Epoche, sondern auch die Wahl der Objekte änderte sich im Laufe der Zeit.

Lass‘ dich von unseren Ausstellungsstücken inspirieren und überlege, was in deinem persönlichen Stillleben auf den Tisch kommt!

Station 7:
Mach mich wieder ganz

Manche Kunstwerke in unserem Museum sind aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihrem Originalzustand erhalten. Um Fehlstellen oder ursprünglich erdachte Gebrauchsfunktionen der ausgestellten Skulpturen aufzuzeigen, werden sie mit Hilfe von Augmented Reality wieder vervollständigt.

Ein kleiner Vorgeschmack: Um den knienden Jüngling von George Minne in AR so zu rekonstruieren wie sie ursprünglich angedacht war, waren die beiden Media‑Künstlern Sean Fortune und Frederic Printz im wunderschönen Museum Folkwang unterwegs und haben den Brunnen von Geroge Minne gescannt. Vielen Dank für diese Möglichkeit!

Station 8:
Schau‘ mich an und hör‘ mir zu

Schon lange gehören Audioguides zum Standard der musealen Kunstvermittlung. Da sich neben Informationen zu Werk und Künstler*in auch vieles mehr über das Gehör vermitteln lässt, haben Grundschüler*innen einzelne Kunstwerke und Artefakte der Kulturgeschichte vertont.

Unser kleiner Audio‑Teaser zum Werkbeispiel „Promenade in Braun und Grün“ von August Macke aus dem Jahr 1913 zeigt welchen Einfluss auditive Eindrücke wie Vogelgezwitscher auf die Wahrnehmung von und den Zugang zu Kunstwerken haben können.

Entstanden sind im Kontext der kommenden Ausstellung Klangbilder, die du dir über QR‑Codes anhören kannst. Um so vielen Menschen wie möglich den Zugang zur Kunst zu ermöglichen, gibt es bei dieser Station auch Bildbeschreibungen per Video in Gebärdensprache.

Station 9:
Spiel‘ mit mir

Glamour, Mode und Popkultur – lange vor der Bilderflut sozialer Medien brachten Papier‑Ankleidepuppen den Glanz europäischer Königshäuser oder auch der Traumfabrik Hollywoods in die eigenen vier Wände.

Prominente Vertreter*innen aus den Bereichen der Freizeitkultur des frühen 20. Jahrhunderts und des noch heute in Film und Fernsehen zelebrierten typisch amerikanischen Teenager‑Kults bis hin zur Welt der Filmstars und Stilikonen wie Marylin Monroe, Jackie Kennedy, Elizabeth Taylor, Rock Hudson oder Twiggy:

Alle waren sie als Anziehpuppen erhältlich.

Als Spielzeug und auch als Vermittler aktueller Modetrends konnten Papierpuppen mit Kleidern, Hüten und Accessoires ausgestattet werden. Style die Figuren ganz nach deinen eigenen Vorstellungen und kreiere deinen Lieblingslook.

Station 10:
Damals und heute

Schau‘ dir an, wie Neuss früher ausgesehen hat!

Nicht nur Kunstwerke sind Zeugnisse vergangener Epochen. Auch die 1870 in Deutschland eingeführte Postkarte war ein beliebtes und weitverbreitetes Medium, auf dem Sehenswürdigkeiten und Stadtansichten festgehalten wurden.

Die klassische Ansichtskarte zierte meist eine schwarz‑weiße Fotografie von beliebten Motiven, die in manchen Fällen per Hand nachkoloriert wurden. Postkarten gaben dabei dem Adressat*innen nicht nur Auskunft über den bereisten Ort des Absenders, sondern übermittelten auch dessen Grüße.

Auch aus Neuss wurden viele Grußkarten mit repräsentativen Stadtmotiven versandt. Aus dem großen Fundus der Sammlung Rabe siehst du eine Auswahl der schönsten Neusser Motive mit einer digitalen Überblendung von heutigen Fotografien. Dadurch werden Veränderungen im Stadtbild mit einem Zeitsprung sichtbar.

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