–  Clemens Sels Museum Neuss

Umwelt Landschaft Freiheit

Mensch & Natur im Wandel der Zeit

Ab 5. Juli 2026 beleuchtet die Ausstellung „Umwelt  Landschaft  Freiheit“ passend zur diesjährigen LAGA in Neuss die wechselvolle Geschichte der Landschaft am Niederrhein und zeigt, wie tief menschliche Eingriffe das Naturbild seit der Steinzeit bis heute geprägt haben. Mensch und Umwelt stehen in einer starken Wechselwirkung zueinander, die eng mit dem Begriff Freiheit verbunden ist. Denn letztlich bedeutet Freiheit nicht allein die Abwesenheit von Zwängen, sondern auch die Möglichkeit zum selbstbestimmten Handeln. Waren die Eingriffe der Jäger und Sammler in der frühen Menschheitsgeschichte noch gering, so prägten landwirtschaftliche Großbetriebe sowie große Militärlager das römische Neuss. Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft eroberte sich die Natur viele Flächen zurück.

Im Hochmittelalter und in der Frühen Neuzeit wurde die Landschaft erneut grundlegend verändert: Wälder wurden gerodet, Moore trockengelegt, Städte, Burgen und Klöster errichtet. Eine noch radikalere Umgestaltung der Landschaft setzte während der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert im Neusser Stadtgebiet ein. Industrieanlagen, Eisenbahnen, der Hafen und neue Wohngebiete wurden gebaut.

Mit dem zunehmenden Verschwinden der Natur entstand eine neue Sehnsucht nach ihr, die nun mit Freiheit verbunden wurde. Parks und Gärten sollten als Ausgleich dienen. Ökologisches Bewusstsein erwachte. Die Ausstellung zeigt diese Entwicklungen und stellt die Frage, was Natur ist – und wie eine Freiheit aussehen kann, die Mensch und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt.

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